Fachausschuss

Was steckt hinter Allerheiligen und Halloween?

In fünf Bundesländern ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag. Was wird da eigentlich begangen? Und was haben Allerseelen und Halloween damit zu tun? Der Überblick.

Allerheiligen ist, wie der Name schon sagt, ein katholischer Heiligengedenktag. Mit diesem Fest gedenkt die katholische Kirche nicht nur der Frauen und Männer, die nach ihrem Tod vom Papst heiliggesprochenen wurden, sondern auch jener Menschen, die ihren Glauben eher unspektakulär und still gelebt haben. Das sind laut der katholischen Kirche auch jene Menschen, "um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott."

Da die Liste der bekannten Seligen und Heiligen Tausende Namen umfasst, gibt es diesen Feiertag, um gesammelt an alle zu erinnern. Allerheiligen ist in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gesetzlicher Feiertag, ebenso in Österreich und Teilen der Schweiz.

Ursprünglich wurde Allerheiligen als "Herrentag aller Heiligen" am ersten Sonntag nach Pfingsten begangen. Diese Tradition geht auf das vierte Jahrhundert zurück. Papst Gregor IV. verlegte den Tag im 9. Jahrhundert aber auf den 1. November. Grund: Zu diesem Zeitpunkt konnten nach der Erntezeit die Tische zum Fest reichlicher gedeckt werden.

Was feiern Christen Allerseelen?

Eng mit Allerheiligen verbunden ist das Allerseelenfest am 2. November. Gläubige beten dann für die Toten und deren Seelen im Fegefeuer, die nach Kirchenauffassung noch keine volle Gemeinschaft mit Gott erreicht haben. Katholiken stellen "Seelenlichter" auf die Gräber, die den Verstorbenen leuchten sollen. Als Urheber dieses Festes gilt der französische Abt Odilo von Cluny um 1000 nach Christus, der das Gedenken zunächst nur in seinen Klöstern einführte. Heutzutage wird das Totengedenken vermehrt schon zu Allerheiligen am 1. November begangen. Für die katholische Kirche sind beide Tage zu einem "Doppelfest" verschmolzen. Dahinter steht der kirchliche Glaube, dass der Mensch nach seinem Tod mit Gott vereint ist. In der evangelischen Kirche wird der Toten am "Totensonntag" Ende November gedacht.

Hängt Halloween mit Allerheiligen zusammen?

Am Vorabend von Allerheiligen wird mittlerweile auch in Deutschland vor allem von Kindern "Halloween" ("All Hallows' Eve": "Aller Heiligen Abend") gefeiert. Gruselig verkleidete Gruppen ziehen abends von Haus zu Haus und fordern an der Tür Süßes. Wird das verweigert, gibt es "Saures". Auf Halloween-Partys wird in Verkleidung gefeiert, es gibt Kürbissuppe oder -kuchen, vor den Türen stehen ausgehöhlte, beleuchtete Kürbisse.

Seit wann es diesen Brauch gibt und woher er kommt, ist unklar. Erste Hinweise gibt es etwa seit dem 16. Jahrhundert in Irland und Schottland. Dort wurde der Allerheiligen-Vorabend mit einem Festmahl begangen, Kinder sammelten Spenden an den Haustüren. Irische Einwanderer brachten das Fest im 19. Jahrhundert nach Nordamerika, wo es große Beliebtheit erlangte und stark kommerzialisiert wurde. Von dort schwappte der Brauch zurück nach Europa. Seit den neunziger Jahren breiteten sich Halloween-Partys oder Geisterumzüge am 31. Oktober zunehmend auch in Deutschland aus.

Anderen Theorien zufolge soll der Brauch auf ein keltisches Fest namens Samhain zurückgehen: Zu Beginn des neuen keltischen Kalenderjahres am 1. November waren sich, so glaubte man, die Welt der Lebenden und die Welt der Toten am nächsten. Mit Feuern und Maskierungen sollten die bösen Geister vertrieben oder mit Gaben an der Haustür besänftigt werden. Die Verbindung zu den Kelten ist aber historisch nicht belegt. Auch für das Keltenfest fehlen ausreichende historische Quellen.

aci/dpa

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Wanderausstellung des Fachausschusses Eine Welt ab sofort im Verleih

(Aus)Bildung schafft Zukunft

Bildungsarbeit ist enorm wichtig für Menschen überall auf der Welt. Daher hat sich der Fachausschuss Eine Welt das Thema „(Aus)Bildung schafft Zukunft“ als Zweijahresmotto gewählt. Wer keine gute (Aus)Bildung hat, findet keine gut bezahlte Arbeit und hat keine Chance auf eine gute Lebensperspektive. In Entwicklungsländern bekommen die meisten nur eine schulische Grundbildung. Das reicht nicht aus, um selbständiges Leben aufzubauen und seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.

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Wie schaffe ich in meiner Kolpingsfamilie Angebote für Familien ? „Wir haben die Kolpingsfamilie bereits in unserer eigenen Jugend als große Bereicherung empfunden. Das möchten wir jetzt an unsere Kinder weitergeben.“ Diese Motivation war aus der Gesprächsrunde von ca. 10 Teilnehmern zu hören. Dabei gibt es gute Gründe für Familienangebote in der Kolpingsfamilie. Familienangebote stiften Kontakte und Gemeinschaft zwischen den Generationen. Viele Dinge machen in Gemeinschaft einfach mehr Spaß. Eltern und Kinder erfahren gemeinsam Erlebnisse, die alleine schlecht möglich sind. Experten haben keine Zweifel, dass Familienzeit einer der wichtigsten Faktoren für ein glückliches, funktionierendes Familienleben ist. Jeder sollte sich willkommen fühlen. Entscheidende Voraussetzungen sind Offenheit, Toleranz, Neugierde und Freude auf andere Menschen. Als weiterer Praxistipp die Broschüre „Weggemeinschaft der Generationen“ des Bundesverbandes empfohlen. Dort findet man Tipps für eine generationenübergreifende Arbeit.

Erfolgreiche Veranstaltung des Referats Politik und Gesellschaft unter den verschiedenen Blickwinkeln von Politik, Pflegedienstleitung und pflegenden Angehörigen

2,5 Millionen Menschen sind in Deutschland derzeit pflegebedürftig. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich auf Grund des demographischen Wandels bis zum Jahr 2050 verdoppeln, Fachkräfte fehlen in zunehmendem Maße.


Für seine Auftaktveranstaltung der Themenreihe: „Was die Menschen bewegt!“  hatte das Referat Politik und Gesellschaft ein Thema gewählt, was den Menschen unter den Nägeln brennt. Daher konnte die Veranstaltung trotz Sturmtief Friederike, welches an diesem Tag ganz Deutschland durcheinanderwirbelte, erfolgreich durchgeführt werden. Spannend und interessant war es und auch tiefgründig. Nach einer inhaltlichen Aufarbeitung des Abends folgen nähere Informationen.

Aktionstag Eine Welt

 

„Aktion Brasilien“ wird bei Großevent „Aktion Eine Welt“

Bunte Infostände und ein unterhaltsames Bühnenprogramm begeistern Jung und Alt.

„Fulda ist weltoffen und bekennt sich zu seinen christlichen Wurzeln.“ Mit diesen Worten eröffnete Schirmherr Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld den Aktionstag Eine Welt des Kolpingwerks im Diözesanverband Fulda.


Er zeigte sich beeindruckt von dem bunten Bild, das sich ihm bot. Er selbst sei so alt wie die Aktion Brasilien, nämlich Jahrgang 1973. Das zeige, wie viele Jahre sich ehrenamtliche Helfer schon für diese Aktion einsetzten. „Lokal handeln, aktiv sein und global denken – dieses Leitmotiv verfolgt Kolping seit Jahrzehnten“, sagte der Oberbürgermeister. Es gehe darum, für andere Verantwortung zu tragen.

SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel betonte die Bedeutung des Ehrenamts. „Das Ehrenamt ist die tragende Säule in unserem Land“, so Kömpel. CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Walter Arnold wies darauf hin, wie gut es uns allen geht und dass wir unserer Verantwortung für andere gerecht werden müssten. Dies gehe schon ganz praktisch mit der Unterstützung der Altkleidersammlung am 6. Mai in der Region Fulda und am 13. Mai in den Regionen Nordhessen, Oberhessen und Main-Kinzig.

Durch den persönlichen Kontakt mit dem Fuldaer Diözesanpriester in Brasilien Pater Willi Link ist Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke bei Kolping verwurzelt. Für ihn heißt Christ sein, einen weltweiten Blick für die Menschen zu haben. Wie schön ist es, wenn man sagt: „Du bist erwünscht und willkommen. Jeder ist es wert, dazu zu gehören.“

Günter Pilz, Mitbegründer der „Aktion Brasilien“ erzählte von den Anfangsjahren, in denen Kleider gesammelt wurden, um die Fuldaer Diözesanpriester in Brasilien zu unterstützen. Durch Arbeitseinsätze vor Ort wurden die Kontakte verstärkt und jedes Jahr waren tausende Helfer für die Aktion Brasilien begeistert im Einsatz.

Diözesanvorsitzender Josef Richter berichtete, dass irgendwann die Hilfe auf Projekte weltweit ausgedehnt wurde. Dies solle jetzt auch mit einer Umbenennung des Namens in „Aktion Eine Welt“ deutlich werden. Und nicht nur das. Zusätzlich zur Kleidersammlung soll ein Jahresthema entwickelt werden, Gottesdienstvorschläge dazu, Aktionen rund ums Jahr und Besuche bei Projekten vor Ort.

Hier ist das im Kolping Diözesanverband Fulda neu gebildete Referat Eine Welt zu erwähnen, welches über Monate intensiv den Aktionstag Eine Welt vorbereitet hat und künftig die Eine-Welt-Arbeit intensiv begleiten wird.

Moderiert wurde das Bühnenprogramm von Hermann Diel vom Hessischen Rundfunkt und Hubert Tintelott, dem ehemaligen Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerks. Hubert Tintelott gab den Besuchern mit auf den Weg, dass auch kleine Hilfen segensreich wirken können.

Neben interessanten Interviews wurde ein philippinischer Chor aus Gründau, das Mallet Ensemble der Musikschule Fulda und Chorisma aus Hünhan präsentiert. Höhepunkt für die Kinder war der Auftritt von Herrn Müller und seiner Gitarre.

Die zahlreichen Infostände waren Besuchermagnete und informierten über Kolping Fulda, das Internationale Kolpingwerk und Workcamps, die Arbeit des Förderkreises Brasilien und der Kolping Recycling GmbH oder fair gehandelte Waren von Tatico bis zum Weltladen. Auch befreundete Verbände wie kfd und KAB, sowie das Hilfswerk missio mit Pedicab und Fotobox waren zu Gast.

Besonderer Schwerpunkt waren die Stände rund um das Thema Flucht und Integration. Das Kolpingjugendwohnen mit seinen unbegleiteten minderjährigen Ausländern stellte sich vor und half bei der Organisation und an den Verpflegungsständen, wo der brasilianische Eintopf Feijoada angeboten wurde.

Die Welcome INitiative warb für die Integration von Flüchtlingen. Der Kolping Road Show Truck informierte und lud ein zum Gespräch.

In der Kinderecke wurde geschminkt, gemalt und Kreuze gebastelt. Und die KjG hatte eine Hüpfburg mitgebracht.

Ob Kolpinger aus dem ganzen Bistum, Zufallsbesucher, Jung oder Alt, Standbetreiber oder ehrenamtliche Helfer, Deutsche oder Migranten. Alle ließen sich in den Bann dieses einmaligen Tages ziehen, der von einer besonderen Stimmung geprägt war. Auf der einen Seite die Leichtigkeit und Freude, der Duft nach Waffeln und Popcorn, gute Gespräche und Begegnungen. Auf der anderen Seite der Gedanke:

„Wir sind EINE WELT“ und tragen dafür Veranwortung.

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Wohlfühltag in Herbstein

Kolping meets Hundertwasser beim Frauentag im Vogelsbergdorf Herbstein

Einen Wohlfühltag für Frauen hatte das Referat Familie und Generationen des Kolpingwerks Fulda unter Leitung der stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Birgit Gruß organisiert. Dabei standen Aussagen von Friedensreich Hundertwasser und Adolph Kolping im Mittelpunkt.


Von den „Fünf Häuten“ spricht Hundertwasser und meint damit die körperliche Haut, die Kleidung, das Haus, in dem wir leben, das soziale Umfeld und den Globus.

Dazu hatten sich für die über dreißig teilnehmenden Frauen drei Workshops gebildet, die sich mit den Themen „Die Klamotte“, „Das Haus“ und „Das soziale Umfeld“ beschäftigten.

Bei dem Workshop „Die Klamotte“ durften die Frauen sich in einem Theaterfundus bedienen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Man stellte fest, dass Kleidung nicht nur Schutz und Wärme bietet sondern auch verschiedene Epochen kennzeichnet. Dabei kann sie auch Statussymbol sein. Die Gruppe präsentierte eine kleine Modeschau mit einer selbst gestalteten Traumwelt, in der es Prinz, Prinzessin und Knappe gab. Eine weitere Kleingruppe stellte Kleidung mit Abendgarderobe, Tracht und Provokation dar, um die Gegensätze deutlich zu machen. Anhand von verschiedenen Kleidungsstücken und Hüten wurde zudem klar, dass Kleidung zum Anlass und zum persönlichen Befinden der Frau passen muss.

Die Gruppe „Das Haus“ sprach über die Erfordernisse eines Hauses für das Wohlbefinden des Menschen. Die Frauen überlegten gemeinsam, was ihnen in ihrem Wohlfühlhaus wichtig ist. Der Tisch als familiärer Treffpunkt, helle Fensterfronten, prasselndes Kaminfeuer, Lese- oder Yogaecke. Blumen und die Verbindung zur Natur, am besten mit einer begehbaren Terrasse prägten die Wunschhäuser. Dann wurde Hand angelegt und der eigene Wohlfühlraum gebastelt. Es wurde geklebt und tapeziert, gestaltet und kreativ gewerkelt. Bei einem anschließenden Sektempfang wurden die anderen Teilnehmerinnen zur Ausstellungseröffnung eingeladen und die Bauwerke präsentiert.

Der dritte Workshop „Das soziale Umfeld“ beleuchtete zunächst, wo sich soziales Umfeld darstellt. Familie, Freunde, Nachbarn, Arbeitsplatz und Gesellschaft spielen hier eine wichtige Rolle. Dabei kann es zu Störungen im sozialen Umfeld kommen. Hier können Kolpingsfamilien und Pfarrgemeinden helfen. Krankenbesuche, Besuche bei Trauernden, Hilfe für sozial Schwache oder Generationentreff sind eine Möglichkeit. Aber auch die Politik ist gefordert, für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. In Zusammenhang mit den Fünf Häuten nach Hundertwasser ist das soziale Umfeld eng mit den anderen Häuten verbunden. Das Haus, in dem wir wohnen ist Schauplatz sozialer Prozesse. Ob Mehrgenerationenhaus oder Singlehaushalt, dort findet soziales Leben statt. Auch in der Frauengruppe selbst liefen soziale Prozesse ab, denn am Ende des Tages waren aus Fremden Vertraute geworden, die sich gegenseitig öffneten.

Mit Liedern und Texten endete der Frauentag in der Kapelle und die Frauen machten sich mit frischer Energie und nach guten Begegnungen auf den Heimweg.

Über Kolping

Das Kolpingwerk ist ein Verband ehrenamtlicher Christen und engagiert sich in einer Solidargemeinschaft um Menschen Orientierung und Lebenshilfe zu geben.

In der Diözese Fulda gibt es rund 4.500 Mitglieder in über 60 Kolpingsfamilien.

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