Deutsche und Flüchtlinge im Gebet vereint

Der von der Kolpingsfamilie Aufenau vor vier Jahren gebaute Bildstock am Rande des Stadtteils ist zur Zeit umgeben von einem Blumenmeer. Hier trafen sich rund 50 katholische,
evangelische und orthodoxe Christen zum gemeinsamen Gebet.

 Der Kolping-Vorsitzende Robert Kraus konnte dazu eine größere Zahl orthodoxer Flüchtlinge aus Aufenau, Bad Orb und Maintal-Bischofsheim begrüßen. Kraus erinnerte auch an den angeschossenen Flüchtling aus Eritrea, der immer noch mit seinen körperlichen und seelischen Verletzungen nach dem Attentat zu kämpfen habe. Zusammen mit den beiden Priestern Pater Aloisius (katholisch) und Pfarrer Mahn (evangelisch) sowie den Lektorinnen Anita Burggraf (Aufenau) und Gertrud Prasch (Bad Orb) betete der Kolping-Vorsitzende um
die Einheit der Christen. Pfarrer Mahn betonte in seiner Ansprache, dass die Trennung der Christen Menschen-gemacht sei, wir uns aber immer wieder an den gemeinsamen Glauben an Gott und seinen Sohn Jesus Christus erinnern müssten. "Das Einende und nicht das Trennende wollen wir in den Mittelpunkt unseres Denkens stellen." Der orthodoxe Diakon Getu Tibebu aus Äthiopien predigte in Amahrisch zu den Flüchtlingen aus Afrika. Gemeinsam sangen Flüchtlinge und deutsche Christen das "Halleluja" und zum Abschluss das "Amen". Zwei Lieder aus dem "Gotteslob" begleitete Jürgen Hess mit seinem Akkordeon. Das Duo Doris und Katharina Knobloch leitete mit zwei Liedvorträgen das gemütliche Beisammensein ein. Hierzu hatten afrikanische Frauen ihr "Kirchenbrot" gebacken und die Kolpingsfamilie sorgte für die Getränke. Bis zum Einbruch der Dunkelheit konnten noch viele Gespräche zwischen den Flüchtlingen und Einheimischen geführt werden.

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Das Kolpingwerk ist ein Verband ehrenamtlicher Christen und engagiert sich in einer Solidargemeinschaft um Menschen Orientierung und Lebenshilfe zu geben.

In der Diözese Fulda gibt es rund 4.500 Mitglieder in über 60 Kolpingsfamilien.

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