Brasilianischer Abend der Kolpingsfamilie Großentaft - Kurzbericht vom Weltjugendtag in Panama

 „Ohne Perspektiven keine Zukunft“, so lautete das Motto des Brasilianischen Abends in Großentaft. Verbandsreferentin Melanie Möller berichtete von ihrer Projektreise nach Brasilien mit einer Delegation des Bistums Fulda.

 

Empfangen wurden die Besucher stilecht mit Caipirinha und brasilianischem Flair.

Über Jahrzehnte gewachsen ist die Verbindung des Bistum Fuldas und des Kolpingwerks nach Brasilien, wo Fuldaer Diözesanpriester mit Spendengeldern, z.B. aus der Kleidersammlung Aktion Brasilien eindrucksvolle Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen geschaffen haben. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, als Melanie Möller von ihrem Besuch in Sao Paulo, der größten Stadt Brasiliens berichtete. Die genaue Einwohnerzahl ist nicht bekannt, da es keine Geburtenregistrierung wie bei uns üblich gibt, geschätzt sind es ca. 15 Millionen. Alleine die Tatsache, dass eines der zahlreichen Armenviertel (Favela) so groß ist wie Frankfurt, zeigt die Dimension. Dabei klafft die Schere zwischen arm und reich weit auseinander. Kolpingprojekte schaffen eine Zukunft für die Menschen, Kinder können spielen ohne Angst zu haben, substanzabhängige Menschen finden einen Weg aus ihrer Hoffnungslosigkeit. Natürlich kann nicht allen geholfen werden, aber die Kolpingprojekte bedeuten eine erhebliche Verbesserung der Lebensbedingungen und es muss auch künftig aus einem Verständnis der Nächstenliebe und Verantwortung heraus weiter geholfen werden.

Über ihre Erlebnisse beim Weltjugendtag in Panama berichteten anschließend launig und unterhaltsam die beiden Kolping-Diözesanjugendleiterinnen aus Großentaft, Maria und Johanna Veltum. Ihren Vortrag hätte man überschreiben können mit: „Weltjugendtag in Panama –  Glaubenserlebnis mit Tränen der Freude und der Traurigkeit“.

Groß war die Freude, als die Bewohner Panamas erfuhren, dass ihr kleines Land Gastgeber des nächsten Weltjugendtages sein würde und manche Träne floss wegen dieser Wertschätzung.

Beim Vorprogramm in den Familien begeisterte die Gastfreundschaft der Menschen, die die zwei einzigen Ventilatoren im Haus den Gästen zur Verfügung stellten oder bereit waren, zu viert in einem Doppelbett zu schlafen, um Platz zu schaffen. Manches Tränchen verdrückten die Gäste, als statt fließendem, heißen Wasser die Waschgelegenheit aus einer Regentonne mit Joghurtbecher zum Schöpfen bestand. Und Abschiedstränen flossen zwischen neuen Freunden, als die Jugendlichen weiterreisten.

Der Weltjugendtag selbst war ein begeisterndes Glaubenserlebnis, wobei die Gruppe aus dem Bistum Fulda auf dem Weltjugendtagsgelände „Logenplätze“ hatte und den Papst hautnah erlebte. Die beim Brasilianischen Abend anwesenden Jugendlichen fingen „Weltjugendtagsfeuer“, denn Johanna sagte: „Seid dabei in Lissabon 2022!“

Über Kolping

Das Kolpingwerk ist ein Verband ehrenamtlicher Christen und engagiert sich in einer Solidargemeinschaft um Menschen Orientierung und Lebenshilfe zu geben.

In der Diözese Fulda gibt es rund 4.500 Mitglieder in über 60 Kolpingsfamilien.

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