"Damit Gemeinde lebt" - Jahresauftaktveranstaltung

In der Jahresauftaktveranstaltung der Kolpingsfamilie Burghaun befasste sich Winfried Möller aus Rasdorf, ehemaliger Caritas-Geschäftsführer, mit Fragen zur zunehmenden Armut im Wohlfahrtsstaat Deutschland.

In seiner Begrüßung betonte Vorsitzender Günter Pilz die christliche Mitverantwortung in der Gesellschaft. Es gilt nicht sich als sog. Zuschauer, sondern als verantwortungsbewusster Bürger einzubringen. Referent Winfried Möller verwies auf Hauptursachen der Armut und gesellschaftliche Kälte. So seien auseinanderfallende Familien, Überforderung, fehlende nachbarschaftliche Zuwendung, Alkohol, Drogen und fehlende Lebensperspektiven, wichtige Ursachen. Oftmals sehen sich die Menschen nur selbst so Möller, anstatt zuzupacken.
Viele Menschen seien verunsichert, wegen der digitalen Entwicklung und fühlten sich abgehängt. Psychische Erkrankungen seien oft die Folge, so Möller. Darum sei hinhören, hinsehen und Einsatzbereitschaft unabdingbar für eine menschliche Gesellschaft. Kirchengemeinden, Verbände und Politik sollten dabei gemeinsam Verantwortung übernehmen und nach Lösungen suchen.
Lebendige Gemeinden seien Grundlage für menschliche Wärme und gegenseitige Unterstützung. Die Kolpingsfamilien und alle Gruppierungen könnten Menschen ein Zuhause sein, so Möller.
Adolph Kolping sei dabei ein großes Vorbild gewesen, betonte Günter Pilz. Kolping sah Missstände, packte zu, ermutigte Mitstreiter und so entwickelte sich das weltweite Kolpingwerk.
Abschließend überreichte Vorsitzender Günter Pilz eine Spende in Höhe von 200 Euro an Winfried Möller für sein Engagement für Obdachlose, Gefangene und Familien.

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